Über die Chazulecher zum Gletscherrand

Nach einer kleinen Husche in der Nacht, gab es heute ein paar Wolken am Himmel - tolles Wetter hatten wir dennoch. Ziel des Tages war der Ra...

Nach einer kleinen Husche in der Nacht, gab es heute ein paar Wolken am Himmel - tolles Wetter hatten wir dennoch. Ziel des Tages war der Rand des Großen Aletschgletschers. Dafür ging es, wie gehabt, erstmal von Bettmeralp etwas mehr als 300m bergan in Richtung Moosfluh. Oben am Gratweg angekommen, gings dann gleich wieder bergab in Richtung Chazulecher. Unterwegs überholten wir zwei Schulklassen, die auf dem Weg zu einer Gletscherführung waren. Weiter unten auf Höhe der Chazulecher warteten auch schon die beiden Bergführer, die sich, wie sie uns berichteten, an diesem Tag um den anschaulichen Geografieunterricht kümmern würden. Die Chazulecher heißen auf deutsch "Katzenlöcher" und sind Zeitzeugen früherer Gletschervorstöße (Quelle). 

Von da an wurde der Weg dann blau und etwas anspruchsvoller. Je weiter wir Richtung Gletscherrand kamen, desto weniger Wegmarkierungen gab es und irgendwann waren sie komplett weg. Die Landschaft war inzwischen so wild, dass man sich seinen Weg selbst suchen musste. Einige Seilversicherungen erleichterten das Absteigen über besonders knifflige Stellen. 

Mit Erreichen des Gletschers zog sich der Himmel etwas zu und tauchte diese wilde Landschaft zusätzlich in ein dramatisches Licht. Ich machte etliche Fotos von den Gletscherspalten und dem Zustand des Gletschers, der an etlichen Stellen ordentlich mit Schutt überzogen ist. In einigen Momenten hätte ich mir unheimlich gerne das Teleobjektiv für noch nähere Detailaufnahmen gewünscht. 

Wir erkundeten die steinige und zerklüftete Landschaft ausgiebig und stiegen dann langsam wieder die unzähligen Höhenmeter hinauf, die wir zuvor abgestiegen waren. Als Glücksfall erwies sich, dass wir uns spontan entschieden, für den restlichen Aufstieg den Moränenweg zu nehmen und damit viele schöne Aussichten über den Aletschwald und den Aletschgletscher geschenkt bekamen. 

Zurück nach Bettmeralp stiegen wir über Blausee und die Gopplerlicka ab und konnten am Ende unsere Tour nach etwas mehr als 13 Kilometer und etwas über 800 Höhenmetern glücklich und erschöpft abschließen. Fototechnisch gibt es heute viele Nahaufnahmen vom Gletscher und Aufnehmen des Großen Aletschgletschers aus verschiedensten Höhen. 



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