Wiener Zentralfriedhof

Nachdem uns der Nachtzug gut und sicher von Berlin nach Wien gebracht hatte, standen wir um Punkt 7 Uhr auf dem Wiener Hauptbahnhof. Es war ...

Nachdem uns der Nachtzug gut und sicher von Berlin nach Wien gebracht hatte, standen wir um Punkt 7 Uhr auf dem Wiener Hauptbahnhof. Es war ein trüber Tag, der auch ein bisschen Regen versprach, weshalb wir eine geplante größere Wanderung im Wienerwald auf einen anderen Tag verschoben und uns auf den Weg zum Wiener Zentralfriedhof machten. 

Der Friedhof existiert seit 1874 und umfasst eine Fläche von zweieinhalb Quadratkilometern. Es gibt etwa 330 000 Grabstellen mit rund drei Millionen Verstorbenen. Damit zählt der Wiener Zentralfriedhof zu den größten Europas. Wir waren in diesen frühen Stunden des Tages fast ganz alleine in der riesigen Anlage unterwegs, die wie ein großer Park wirkt und von Anwohnern auch als Walking- oder Joggingstrecke genutzt wird.

Auffallend ist, dass unfassbar viele Grabstellen Familiengräber sind und dass natürlich auch viele Prominente hier begraben wurden. Neben Hans Moser, Curd Jürgens, Theo Lingen, Udo Jürgens oder dem früheren österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky kann man vor allem das Grab von Falco mit Fug und Recht als Pilgerstätte bezeichnen. 

Ganz besonders beeindruckt war ich von der wirklich imposanten Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus, die wir ganz für uns alleine hatten. 

Für einen trüben Vormittag war der Zentralfriedhof der ideale Ausflugsort, der uns fast 11 Kilometer Fußweg und viele interessante Impressionen einbrachte. 


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